Reisevorträge | Reiseblog 40yearsworldwide | Tatjana Größbacher
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Brasilien, Rio Apuaú

Reisereportagen | In 40 Jahren um die Welt

von Tatjana Größbacher

Reisereportagen spannender Abenteuerreisen, oft abseits ausgetretener Touristenpfade. Interessante Reiseinformationen & Fotos weltweiter Reiseziele der Weltenbummlerin - als Reiseberichte, im Reiseblog 40yearsworldwide – sowie als informative Reisevorträge.

Kriminalität

61.000 Menschen wurden 2017 in Brasilien umgebracht - eine Mordrate von bis zu 7 Personen pro Stunde. Salvador de Bahia zählt zu den gefährlichsten Städten der Welt. In Rio de Janeiro leben 22% der Bevölkerung in einer von 600 Favelas, 250.000 Menschen im größten Armenviertel, Rocinha. Um die öffentliche Ordnung nach ausufernder Kriminalität und Bandenkriegen wiederherzustellen, ließ die Regierung schwer bewaffnete Soldaten einmarschieren, auch Panzerwagen waren im Einsatz. Massiv demolierte Panzerwagen sahen wir an der Straße, welche die Favela von den Vierteln, teilweise, unglaublich reicher Menschen, trennt. Extreme Korruption bis in allerhöchste Kreise und Behörden ist in Brasilien allgegenwärtig. Im Apartment eines Ex-Ministers wurden, kurz vor unserem Aufenthalt, 13,5 Millionen Euro in Kartons, Koffern und Taschen gefunden - er wurde verhaftet.

Naturkatastrophen

Indonesien liegt am pazifischen Feuerring zwischen Malaysia und Papua-Neuguinea, es beherbergt 130 aktive Vulkane. Erdbeben, Vulkanausbrüche und Tsunamis haben ständig Einfluss auf das Leben der Menschen und führten immer wieder zu schweren Katastrophen. Eine Woche vor unserer Ankunft in Indonesien begrub ein gigantischer Vulkanausbruch des Mount Kelud auf Java die Tempel-Anlagen rund um Yogyakarta unter einer dicken Asche-Schicht. Wir gehörten zu den ersten Touristen, denen es nach der Katastrophe möglich war, Java wieder mit dem Flugzeug zu erreichen und die Tempel zu besichtigen.

Verkehr

37 Millionen Mopeds sind im Straßenverkehr von Vietnam unterwegs, dies bedeutet bis zu 12.000 Verkehrstote pro Jahr. Ein Moped ist kostbar, es wird nicht auf der Straße geparkt, sondern mittels einer Rampe, direkt in den Wohnraum mitgenommen. Getankt wird an Straßenständen, wo man Sprit in Schnaps-Flaschen abgefüllt, erwerben kann. Nicht nur dutzende Kisten und Säcke, meterlange Rohre und Bettroste werden auf Mopeds transportiert, auch ein Rudel Hunde, lebende Schweine oder eine Kuh finden darauf Platz. In den schwimmenden Dörfern von Kambodscha, rudern kleine Kinder oft in Blechschüsseln von ihren Häusern zur Schule oder Kirche, die ebenso wie Gemüsegärten und Viehställe, auf Flössen im Tonle Sap See schwimmen.

Geografie

Chile vereint fast alle Klimazonen der Erde und eine Menge geografischer Extreme. Wüsten, Steppen, Regenwälder, endlose Strände, heiße Quellen, Vulkane und Gletscher – Feuer und Eis formten das Land. Das patagonische Inlandeis mit einer Länge von 350 Kilometer und einer Breite von 40 Kilometer, speist 13 Hauptgletscher und zahlreiche Nebengletscher. Es ist das größte zusammenhängende Eisfeld der Welt nach der Antarktis und stellt eine unüberbrückbare Barriere inmitten des Landes dar. Nur über Argentinien kann man - auf dem Landweg - den Süden von Chile erreichen. Das Campo de Hielo Sur kann sonst nur überflogen werden, was in Anbetracht des einzigartigen Panoramas, ein großartiges Erlebnis darstellt. Das Flugzeug ist wegen der 4.275 Kilometer Nord-Süd Ausdehnung des Landes für viele Menschen ein unerlässliches Verkehrsmittel.

Essen und Trinken

Das Nationalgericht von Peru heißt Cuy, bei uns besser als Meerschweinchen bekannt. Bis zu 65 Millionen, der kleinen Nager landen jährlich in den Kochtöpfen. 2-3 Kilogramm erreichen spezielle Züchtungen, der sonst 500-600 Gramm wiegenden Tierchen. Gegrillt, im Ganzen, dekoriert mit einer Karotte im Maul, liegen sie dann oft flach, wie mit einer Keule niedergestreckt, angerichtet am Teller. Mahlzeit! Dazu gönnt man sich im Hochland ein Chica. Dieses „Bier“ der Anden wird aus fermentiertem Obst oder Getreide hergestellt. Traditionell wurde es durch Kauen im Mund unter Freisetzung von Speichelenzymen fermentiert. Prost!

Natur - Fauna

Das größte Schwemmland-Gebiet der Erde, das Pantanal in Brasilien, ist Refugium einer einzigartigen Tierwelt. In der Trockenzeit besteht die Chance, Jaguare in natürlicher Umgebung zu beobachten. Als drittgrößte Raubkatze weltweit, verfügt der Jaguar über das stärkste Gebiss. Mühelos knackt er die Schädeldecke seiner Beute und erlegt sogar Kaimane. Durch das Pantanal führt nur eine einzige, 145 Kilometer lange Staubpiste. Von Porto Jofre gelangt man per Motorkanu in das Reich des Jaguars.

Natur - Flora

Auf seinem Schiff „AYNARA“, nahm uns der bekannte Dokumentar-Filmer Wolfgang Brög zu einer mehrtägigen Fluss-Expedition am Rio Negro und Rio Apuaú im Amazonas- Gebiet von Brasilien mit. Aufregende Entdeckungen machten wir bei Landgängen und abenteuerlichen Kanufahrten fernab der Zivilisation. Wir genossen traumhafte Landschaften, Bade-Erlebnisse an weißen Stränden des schwarzen Flusses sowie Wanderungen im Primär-Urwald. Abends erlebten wir farbenfrohe Sonnenuntergänge - danach die Stimmen des Urwaldes, bei einem Glas Caipirinha und viele spannende Geschichten unseres Expeditionsleiters.
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um die Welt

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Größbacher

Reisereportagen spannender Abenteuerreisen, oft abseits ausgetretener Touristenpfade. Interessante Reiseinformationen & Fotos weltweiter Reiseziele der Weltenbummlerin - als Reiseberichte, im Reiseblog 40yearsworldwide sowie als informative Reisevorträge.

Kriminalität

61.000 Menschen wurden 2017 in Brasilien umgebracht - eine Mordrate von bis zu 7 Personen pro Stunde. Salvador de Bahia zählt zu den gefährlichsten Städten der Welt. In Rio de Janeiro leben 22% der Bevölkerung in einer von 600 Favelas, 250.000 Menschen im größten Armenviertel, Rocinha. Um die öffentliche Ordnung nach ausufernder Kriminalität und Bandenkriegen wiederherzustellen, ließ die Regierung schwer bewaffnete Soldaten einmarschieren, auch Panzerwagen waren im Einsatz. Massiv demolierte Panzerwagen sahen wir an der Straße, welche die Favela von den Vierteln, teilweise, unglaublich reicher Menschen, trennt. Extreme Korruption bis in allerhöchste Kreise und Behörden ist in Brasilien allgegenwärtig. Im Apartment eines Ex- Ministers wurden, kurz vor unserem Aufenthalt, 13,5 Millionen Euro in Kartons, Koffern und Taschen gefunden - er wurde verhaftet.

Naturkatastrophen

Indonesien liegt am pazifischen Feuerring zwischen Malaysia und Papua-Neuguinea, es beherbergt 130 aktive Vulkane. Erdbeben, Vulkanausbrüche und Tsunamis haben ständig Einfluss auf das Leben der Menschen und führten immer wieder zu schweren Katastrophen. Eine Woche vor unserer Ankunft in Indonesien begrub ein gigantischer Vulkanausbruch des Mount Kelud auf Java die Tempel-Anlagen rund um Yogyakarta unter einer dicken Asche-Schicht. Wir gehörten zu den ersten Touristen, denen es nach der Katastrophe möglich war, Java wieder mit dem Flugzeug zu erreichen und die Tempel zu besichtigen.

Verkehr

37 Millionen Mopeds sind im Straßenverkehr von Vietnam unterwegs, dies bedeutet bis zu 12.000 Verkehrstote pro Jahr. Ein Moped ist kostbar, es wird nicht auf der Straße geparkt, sondern mittels einer Rampe, direkt in den Wohnraum mitgenommen. Getankt wird an Straßenständen, wo man Sprit in Schnaps- Flaschen abgefüllt, erwerben kann. Nicht nur dutzende Kisten und Säcke, meterlange Rohre und Bettroste werden auf Mopeds transportiert, auch ein Rudel Hunde, lebende Schweine oder eine Kuh finden darauf Platz. In den schwimmenden Dörfern von Kambodscha, rudern kleine Kinder oft in Blechschüsseln von ihren Häusern zur Schule oder Kirche, die ebenso wie Gemüsegärten und Viehställe, auf Flössen im Tonle Sap See schwimmen.

Geografie

Chile vereint fast alle Klimazonen der Erde und eine Menge geografischer Extreme. Wüsten, Steppen, Regenwälder, endlose Strände, heiße Quellen, Vulkane und Gletscher – Feuer und Eis formten das Land. Das patagonische Inlandeis mit einer Länge von 350 Kilometer und einer Breite von 40 Kilometer, speist 13 Hauptgletscher und zahlreiche Nebengletscher. Es ist das größte zusammenhängende Eisfeld der Welt nach der Antarktis und stellt eine unüberbrückbare Barriere inmitten des Landes dar. Nur über Argentinien kann man - auf dem Landweg - den Süden von Chile erreichen. Das Campo de Hielo Sur kann sonst nur überflogen werden, was in Anbetracht des einzigartigen Panoramas, ein großartiges Erlebnis darstellt. Das Flugzeug ist wegen der 4.275 Kilometer Nord-Süd Ausdehnung des Landes für viele Menschen ein unerlässliches Verkehrsmittel.

Essen und Trinken

Das Nationalgericht von Peru heißt Cuy, bei uns besser als Meerschweinchen bekannt. Bis zu 65 Millionen, der kleinen Nager landen jährlich in den Kochtöpfen. 2-3 Kilogramm erreichen spezielle Züchtungen, der sonst 500-600 Gramm wiegenden Tierchen. Gegrillt, im Ganzen, dekoriert mit einer Karotte im Maul, liegen sie dann oft flach, wie mit einer Keule niedergestreckt, angerichtet am Teller. Mahlzeit! Dazu gönnt man sich im Hochland ein Chica. Dieses „Bier“ der Anden wird aus fermentiertem Obst oder Getreide hergestellt. Traditionell wurde es durch Kauen im Mund unter Freisetzung von Speichelenzymen fermentiert. Prost!

Natur - Fauna

Das größte Schwemmland- Gebiet der Erde, das Pantanal in Brasilien, ist Refugium einer einzigartigen Tierwelt. In der Trockenzeit besteht die Chance, Jaguare in natürlicher Umgebung zu beobachten. Als drittgrößte Raubkatze weltweit, verfügt der Jaguar über das stärkste Gebiss. Mühelos knackt er die Schädeldecke seiner Beute und erlegt sogar Kaimane. Durch das Pantanal führt nur eine einzige, 145 Kilometer lange Staubpiste. Von Porto Jofre gelangt man per Motorkanu in das Reich des Jaguars.

Natur - Flora

Auf seinem Schiff „AYNARA“, nahm uns der bekannte Dokumentar-Filmer Wolfgang Brög zu einer mehrtägigen Fluss-Expedition am Rio Negro und Rio Apuaú im Amazonas- Gebiet von Brasilien mit. Aufregende Entdeckungen machten wir bei Landgängen und abenteuerlichen Kanufahrten fernab der Zivilisation. Wir genossen traumhafte Landschaften, Bade- Erlebnisse an weißen Stränden des schwarzen Flusses sowie Wanderungen im Primär-Urwald. Abends erlebten wir farbenfrohe Sonnenuntergänge - danach die Stimmen des Urwaldes, bei einem Glas Caipirinha und viele spannende Geschichten unseres Expeditionsleiters.
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